Patrick, Verena und Helix mit dem VW California Ocean.

VW California Ocean: 3 Tage Testcampen

Die Urlaubsplanung heuer oblag ganz mir, da ich Patrick zu seinem 30. Geburtstag mit einem VW California Ocean für 3 Tage überrascht habe. Da wir schon länger mit dem Gedanken spielen uns selber einen Campingbus zuzulegen, war das eine gute Gelegenheit um mal zu schauen, wie er uns gefällt. Im aktuellen Artikel kannst du nachlesen wo man so einen Camper (oder auch große Wohnmobile) mieten kann, wie uns der California gefallen hat und was wir im Urlaub erlebt haben. Mit dabei war natürlich auch wieder unser Kooikerhondje Helix, der nach unserem gemeinsamen Urlaub im Hundehotel Grimming schon seinen zweiten Urlaub mit uns verbracht hat.

Die schönen Fotos sind wie meistens Patricks Kamera entsprungen 🙂

Camper mieten

Um Campingbusse zu mieten gibt es einige Möglichkeiten. Manche Autohäuser bieten VW California an (die haben allerdings keine Freude mit Hunden) und auch im Internet findet man einige Webseiten, auf denen man den Camper mieten kann. Mit meinen Suchkriterien (Hund, 3 bis 4 Tage im Juli oder August, VW California) bin ich dann auf Campanda (Suchportal für Wohnmobile) fündig geworden. Angeboten wurde der VW California Ocean von FlexiCamper, einem deutschen Wohnmobilvermieter. Die Buchung über Campanda und die anschließende Vertragsabwicklung direkt über FlexiCamper hat reibungslos funktioniert. Ich hatte auch noch einige Rückfragen an Campanda, die immer innerhalb kürzester Zeit zufriedenstellend und sehr freundlich beantwortet wurden.

VW California Ocean

Der Ocean ist die beste Ausstattungsvariante des Campingbusses “California”, der auf dem VW T6 basiert (die anderen zwei heißen “Beach” und “Coast”)(*). Der Campingbus hat (nur) 4 Sitze und 4 Schlafmöglichkeiten. 2 Schlafplätze bekommt man indem man die Rücksitze umlegt und 2 weitere Schlafplätze befinden sich im Hochstelldach. Das war auch eines der Highlights für uns – durch das Hochstelldach und das nach oben klappbare Bett kann man tagsüber gemütlich im Bus stehen (praktisch beim Kochen, Abwaschen, sich umziehen, …) und abends kann man sehr komfortabel im 1,20 x 2 m Bett (mit Lattenrost!) schlafen.

Ausreichend Platz zum Stehen wenn das Bett hochgeklappt ist.
Hier schläft es sich echt gut!

Ein cooles Feature (das es allerdings bei vielen Bussen dieser Art gibt), sind die drehbaren Vordersitze. So kann man am Abend gemütlich zusammen sitzen und Karten spielen.

Wir haben auch die eingebaute Küche (Kühlschrank, Gasherd, kleine Spüle) fleißig genutzt.

Hier bleiben Eier, Käse, Wurst, Eistee und Bier perfekt gekühlt.
Hier haben wir Eierspeise, Ravioli, Hühnercurry und Frühstückseier zubereitet.

Außer den offensichtlichen Features ist uns auch noch aufgefallen, dass der California sehr gut verarbeitet ist und die Details gut durchdacht sind. So findet man überall im Bus ausreichend Beleuchtung und Stauraum. Ein Campingtisch ist in der Seitentür versteckt und die äußerst gemütlichen Campingsessel findet man in der Heckklappe. Außerdem sind an jedem Fenster gut versteckte Rollos angebracht um am Abend alles abzudunkeln.

Fazit für uns: Ein Bus mit Hochstelldach und Drehsitzen wäre toll, allerdings nimmt uns die Küche für den Alltag zu viel Platz weg.

(*) Die wesentlichen Unterschiede sind die Küche (Ocean/Coast – ja, Beach – nein), das Aufstelldach (Ocean – hydraulisch, Beach/Coast – manuell) und die Verglasung (Ocean – doppelt, Beach/Coast – einfach) (Quelle).

Camping mit Hund

Wir waren zum ersten Mal mit Hund campen, das ist zwar jetzt nicht besonders kompliziert, aber ein paar Dinge mussten wir trotzdem bedenken.

  1. Nicht jeder Campingplatz duldet Hunde (bei der Buchung beachten). Wenn Hunde willkommen sind, fallen normalerweise zusätzliche Kosten zwischen 2 und 5 Euro am Tag an.
  2. Das gleiche gilt für Badeseen – hier sollte man sich vorher auch erkundigen ob Hunde erlaubt sind oder ob es zum Beispiel einen eigenen Bereich für Hunde gibt.
  3. Da wir nicht mit unserem eigenen Auto unterwegs waren, wollten wir natürlich möglichst wenig Schmutz hinterlassen. Dabei hat uns Helix’ Softbox (eine Hundebox aus Stoff, die man platzsparend zusammen klappen kann) gute Dienste erwiesen. Wenn er im Auto war, hat er sich meistens darin aufgehalten. Die Box kann man auch tagsüber neben das Auto stellen, so hat er einen Rückzugsort und kann trotzdem das Geschehen beobachten.
  4. Immer wieder lese ich die Frage nach der Fütterung von Hunden auf Wanderungen und Campingausflügen in verschiedenen Facebook-Gruppen und Foren. Wenn der Hund Trockenfutter bekommt ist das sowieso kein Thema – aber selbst wenn ich meinen Hund barfe (also mit rohem Fleisch und Gemüse/Obst füttere), gibt es viele Möglichkeiten. Wenn ich nur wenige Tage mit Kühlschrank (so wie wir) unterwegs bin, nehme ich einfach die richtige Anzahl an vorbereiteten Portionen mit. Wenn es länger wird und Kühlung ein Problem ist, kann ich ja auch mal Trockenbarf füttern, was Frisches im Supermarkt oder beim Fleischer kaufen (die Zweibeiner müssen ja auch mal was essen) oder dem Hund hochwertige Hundewurst (die hält sich länger als frisches Futter) geben.

3 Tage – 4 Seen

Wir waren 3 Tage weg und haben uns in insgesamt 4 Seen abgekühlt (in manchen mehr, in machen weniger). Ich werd euch hier nur kurz erzählen wor wir waren – den Rest seht ihr auf den Fotos 🙂

Chiemsee

Unser erstes Ziel war der Campingplatz Seehäusl am Chiemsee, den ich schon im Vorhinein gebucht hatte (weiter unten steht noch mehr zum Campingplatz).

Tegernsee

Am Weg zum zweiten Campingplatz in Lenggries haben wir einen Abstecher zum Tegernsee gemacht. Nach dem Mittagessen im dortigen Strandbad sind wir ca. 600 m zur Mangfallbrücke spaziert, wo man mit dem Hund baden darf (info: Hundestrände am Tegernsee).

Dort haben wir leider kein Foto gemacht 🙁 Aber die Stelle war echt super zum rein gehen, da es sehr seicht war. Leider war sehr viel los (der Platz scheint beliebt zu sein).

Sylvensteinstausee

In der Nähe unseres zweiten Campingplatzes haben wir den Sylvensteinstausee entdeckt, an dem wir dann den Nachmittag verbracht haben. Zum rein gehen für uns Zweibeiner wars nicht so toll, der See ist ziemlich steil und die Steine spitz (meine große Zehe sagt “AU!”). Aber Helix hatte Spaß, er hat dort sogar eine neue Freundin kennen gelernt 😉

Helix’ neue Bekanntschaft 🙂

Schliersee

Da wir beim heim fahren am letzten Tag noch etwas Zeit hatten haben wir beschlossen, noch einen kleinen Abstecher zum Schliersee zu machen um unsere Pfoten abzukühlen. Wir haben uns vorher wieder im Internet schlau gemacht um herauszufinden ob und wo Helix in diesem See baden darf (zum Blog Isarhunde | Schliersee).

Somit konnten wir einen weiteren schönen See mit Blick auf die Alpen auf unsere Liste setzen. Da es auf dem Weg dorthin mehr gestaut hat als erwartet, war der Besuch leider sehr kurz. Aber vielleicht kommen wir ja wieder 🙂

Campingplatz Empfehlung: Camping Seehäusl

Im Artikel soll es eigentlich hauptsächlich um unsere Erfahrungen mit dem Campingbus geben, doch ich möchte auch kurz den ersten Campingplatz, den wir besucht haben, erwähnen. Camping Seehäusl ist ein gemütlicher, kleiner Campingplatz direkt am Chiemsee. Wir hatten auch noch Glück mit unserem Stellplatz (ich glaube fast, es war der beste am ganzen Campingplatz), denn wir hatten fast den ganzen Tag natürliche Beschattung und nur wenige Meter zum See.

Fazit: Wir brauchen einen Campingbus!

In unseren Urlauben hat sich ja schon ein leichter Trend abgezeichnet – 2015 waren wir mit dem Renault Scenic meiner Eltern in Schweden, 2016 campen in Wildalpen und 2017 mit einem gemieteten Ford Escape (bei uns: Kuga) an der West Coast. Wir haben schon vor diesem Urlaub überlegt, einen Campingbus zu kaufen. Nach diesem Urlaub sind wir uns sicher – spätestens nächstes Jahr ist es so weit! Ob es ein VW California wird ist noch nicht ganz fix, wir halten uns auch andere Optionen offen, allerdings ist er schon ein heißer Favorit. Wir würden uns allerdings nicht für den Ocean (den wir im Urlaub hatten), sondern für den Beach (mehr Sitze/Platz statt einer fix verbauten Küche), entscheiden. Bleibt dran, dann könnt ihr hier und auf Facebook/instagram unsere Suche nach dem perfekten Campingbus mitverfolgen.

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